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ZUG UM ZUG - Spiel des Jahres
2004 [Days
of Wonder]
(Brettspiel)
In einer ereignisreichen Zugfahrt quer
durch Nordamerika versuchen bis zu fünf Spieler verschiedene Städte
miteinander zu verbinden. Wem dies als Bester gelingt, dem gebührt der Sieg. Zug
um Zug von Alan R. Moon, der unter anderem mit Elfenland
und Union Pacific bereits großartige Spiele
vorgelegt hat, ist ein Eisenbahnspiel mit einfachen und überschaubaren
Regeln.
Der Spielplan zeigt eine Karte mit nordamerikanischen Bahnstrecken, die jeweils immer zwei Städte miteinander verbinden. Die einzelnen Strecken sind dabei unterschiedlich lang und zeigen verschiedene Farben. Diese Farben finden sich auf den 110 Wagenkarten wieder, die als Zugstapel bereit liegen. So zeigt z.B. die Strecke zwischen Omaha und Chicago vier blaue Felder. Falls ein Spieler diese Strecke nutzen will, so benötigt er dafür 4 blaue Personen-Wagenkarten, die nach Benutzung auf den Ablagestapel gelegt werden. Nun nimmt er 4 seiner Kunststoffwaggons, von denen er am Anfang des Spiels 45 Stück in seiner Farbe erhalten hat, und stellt diese auf die vier Felder zwischen Omaha und Chicago. Für jede benutzte Strecke bekommt der Spieler sofort Punkte. Dabei gilt, je länger die Strecke, desto mehr Punkte gibt es. Eine 4 Felder lange Strecke bringt 7 Punkte, die sofort mit dem eigenen Zählstein auf der Zählleiste, die sich am Rand des Spielplans befindet, vorwärts gezogen werden.
In jedem eigenen Spielzug muss sich der Spieler entscheiden, welche Aktion er ausführen möchte. Damit man überhaupt Strecken befahren kann, werden jede Menge Wagenkarten benötigt. Zu Beginn hat jeder davon vier auf der Hand. Weitere fünf Wagenkarten liegen offen neben dem Spielplan. In seinem Spielzug kann der Spieler nun bis zu zwei neue Karten auf die Hand nehmen. Entweder nimmt er eine der offen liegenden, oder er zieht die oberste vom verdeckten Stapel. Neben den bereits erwähnten farbigen Wagenkarten, befinden sich auch noch 14 Joker, in Form von Lokomotiven, unter den Spielkarten. Diese können beim Auslegen eines Kartensets, um eine Strecke zu befahren, jeweils eine andere Karte ersetzen.
Die zweite mögliche Aktion ist das
Benutzen einer Strecke. Neben den bereits erwähnten farbigen Strecken, für die
Karten derselben Farbe ausgespielt werden müssen, gibt es auch noch graue
Routen. Diese können mit einem Kartenset einer beliebigen Farbe befahren
werden.
Die dritte Aktion, für die sich ein Spieler entscheiden kann, ist gleichzeitig die Waghalsigste. Er zieht drei Zielkarten vom entsprechenden Stapel und muss mindestens eine davon behalten. Eine Zielkarte zeigt immer die Namen zweier Städte, die mehr oder weniger weit auseinander liegen, und einen Punktewert. Die Punkte können am Ende des Spiels zum eigenen Ergebnis addiert werden, wenn zwischen den beiden Städten eine Strecke, mit Waggons der eigenen Farbe entstanden ist. Gelingt dies dagegen nicht, so werden die Punkte von nicht erfüllten Zielkarten, am Ende des Spiels von den bereits erreichten Punkten abgezogen. Die Zielkarten sollten bis zum Ende geheim gehalten werden, damit keiner der anderen Spieler auf dumme Gedanken kommt und einem den Weg verbaut. Denn bis auf einige Ausnahmen, kann jede Route nur einmal benutzt werden. Wer Pech hat, muss große Umwege in Kauf nehmen, um die zwei Städte zu verbinden. Da jeder Spieler bereits zu Beginn des Spiels zwei Zielkarten erhalten hat und mit dessen Erfüllung meist mehr als beschäftigt ist, wird die Aktion des "Zielkarten nachziehen" am seltensten genutzt. Wagemutige können hier noch einige Punkte gut machen oder den Sieg endgültig verspielen.
Egal welche der drei Aktionen ausgeführt wurde, danach ist auf jeden Fall der nächste Spieler an der Reihe. Klar wäre es schön im eigenen Zug sowohl Wagenkarten zu nehmen, als auch noch eine oder mehrere Strecken zu nutzen. Nur leider muss sich jeder in seinem Zug für genau eine Aktion entscheiden, auch wenn es noch so schwer fällt.
Zug um Zug zu spielen macht
Spaß! Es ist schnell erlernt und besitzt die richtige Mischung an Glück und
Taktik, um die ganze Familie mit dem Spiel zu fesseln. Die schöne Aufmachung,
die übersichtlichen Regeln und der immer wieder faszinierende Eisenbahnflair
des 19. Jahrhunderts wissen zu begeistern. Ein würdiges Spiel des Jahres 2004!
[Marcus Ranz]
| Zug um Zug | ||||
| Autor: | Alan R. Moon | Alter: | ab 8 Jahren | |
| Verlag: | Days of Wonder | Dauer: | 45 - 60 Minuten | |
| Spieler: | 2 - 5 Spieler | Preis: | ca. 35 EUR | |
| Wertung | |||||
| Ausstattung: |
Gesamturteil |
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| Anleitung: |
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1 = schlecht; 10 = sehr gut