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VILLA PALETTI - Spiel des Jahres
2002 [Zoch]
(Brettspiel)
Bei Villa
Paletti, dem Spiel des
Jahres 2002, schlüpfen bis zu vier Spieler in die Rolle wagemutiger Baumeister.
Mit 20 Säulen und 5 Plateaus ausgestattet, versuchen die Spieler ein
prächtiges Luftschloss zu bauen. Dabei ist es wichtig, dass Säulen der eigenen
Farbe am Ende des Spiels auf der obersten Ebene zu finden sind. Doch bis dahin
ist es noch ein weiter Weg. Zu Beginn des Spiels werden erstmal alle Säulen
beliebig auf dem runden Spielplan, dem so genannten Fundament, verteilt.
Anschließend wird das größte der fünf Plateaus auf die Säulen gesetzt.
Jetzt erst wählen die Spieler ihre Säulenfarbe aus, wobei ein Spieler mit dem
Farbwürfel festlegt, welche Farbe er bekommt und die anderen sich reihum eine
Farbe aussuchen dürfen.
Nacheinander nimmt nun jeder Spieler eine beliebige eigene Säule und stellt sie auf die oberste Ebene. Da die Plateaus nicht so groß wie der Spielplan sind, stehen meistens einige Säulen frei, die dann problemlos auf das oberste Plateau gestellt werden können. Doch irgendwann ist dieser Vorrat erschöpft und es beginnt der spannendere Bauabschnitt. Nun nämlich bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als eine der überbauten Säulen für sein Bauvorhaben zu verwenden. Natürlich sollte man dabei nur mit Bedacht die Säulen entfernen, da ansonsten, ähnlich wie bei Jenga, das ganze Bauwerk nicht nur instabil wird, sondern auch ziemlich schnell über dem ganzen Tisch verteilt ist. Zum besseren Herausziehen der Stützen, liegt dem Spiel ein Häkchen bei.
Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem ein Spieler behauptet, dass er keine Säule mehr entfernen kann, ohne dass die Villa Paletti einstürzt. Legt kein anderer Spieler Widerspruch gegen diese Behauptung ein, so wird das nächste Plateau auf das Bauwerk gesetzt. Falls doch einer der Mitspieler meint, es könnte noch ohne große Probleme die eine oder andere Säule des Antragstellers aus dem Bau entfernt werden, so kann er das gerne versuchen. Gelingt ihm das, so wird die Säule aus dem Spiel genommen. Scheitert er dagegen, so wird eine seiner Säulen entfernt. Sobald das zweite Plateau liegt, beginnt auch der Kampf um das Baumeistersiegel. Dieses bekommt immer der Spieler, der auf dem höchsten Plateau die meisten Punkte aufweisen kann. Punkte erhält man für die Säulen, die es in drei verschiedenen Versionen gibt. Für dicke runde Säulen gibt es 3 Punkte, für Sechskantsäulen zwei und für dünne runde Säulen immerhin noch einen Punkt. Nach jedem Zug wird sofort überprüft, ob ein anderer Spieler mehr Punkte besitzt und er damit das Siegel bekommt. Sobald die Villa Paletti einstürzt, endet das Spiel und der Besitzer des Baumeistersiegels ist der Sieger des Spiels.
Villa Paletti wird jedem Spaß
machen, der ein Spiel sucht, das mit einfachen verständlichen Spielregeln
auskommt, schnell gespielt werden kann und zum immer wieder aufs neue Spielen geradezu
einlädt. Wer dagegen schon Jenga hasste und von
Feinmotorik noch nie etwas gehört hat, wird sich mit Villa Paletti schwer tun.
Ein rundum gelungenes Spiel des Jahres.
[Marcus
Ranz]
| Villa Paletti | ||||
| Autor: | Bill Payne | Alter: | ab 8 Jahren | |
| Verlag: | Zoch | Dauer: | ca. 20 - 30 Minuten | |
| Spieler: | 2 - 4 Spieler | Preis: | ca. 30 EUR | |
| Wertung | |||
| Ausstattung: | Gesamturteil |
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| Anleitung: |
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1 = schlecht; 10 = sehr gut