RAUBRITTER [Queen Games]
(Brettspiel
)

RaubritterBei Raubritter von Queen Games verfügt jeder Spieler über Burgen. Natürlich gehören zu Burgen auch Ritter, die ins Land hinaus geschickt werden, um die Reichtümer der umliegenden Städte und Dörfer unter ihre Fittiche zu bekommen. Gelingt dies, so kann es jederzeit passieren, dass fremde Ritter versuchen werden, den gerade errungenen Besitz wieder abzuluchsen. Doch für eine Rückeroberung ist noch genügend Zeit, denn erst zum Schluss wird überprüft, wer die meisten Ortschaften kontrolliert.

96 Geländeplättchen warten bei einer vier Personenpartie darauf, dass sie verbaut werden. Jeder Spieler erhält den gleichen Satz aus 24 Geländeplättchen, die Seen, Gebirge, Ebenen und Wälder zeigen. Auf einigen sind auch noch Gebäude, wie Burgen, Dörfer und Städte abgebildet. Auf der Rückseite der Plättchen gibt es neben dem Wappen des Spielers auch noch einen Buchstaben, der festlegt, ob ein Gelände früh ausgespielt wird oder erst später ins Spiel kommt. Dazu werden die Geländeplättchen nach Buchstaben getrennt gemischt und anschließend in der entsprechenden Reihenfolge als verdeckter Stapel bereitgelegt. Von den vier ersten Geländeplättchen seines Stapels nimmt jeder Spieler zwei Stück auf die Hand. Die zwei anderen landen in der Tischmitte und werden dort verdeckt mit den Geländeplättchen der übrigen Spieler zu einem Rechteck zusammengelegt und anschließend aufgedeckt. Bevor es losgeht, bekommt noch jeder Spieler 30 Ritter, die leider nicht ganz so ritterlich daherkommen, da es sich nur um kleine farbige Holzscheiben handelt.

Sobald ein Spieler an der Reihe ist, darf er insgesamt drei seiner Geländeplättchen, an die auf dem Spieltisch liegende Landschaft, anlegen. Nach jedem gelegten Gelände nimmt er das oberste Plättchen seines Stapels auf die Hand. Interessant wird es, wenn ein Plättchen mit einer Burg angelegt wird. Auf dieser werden dann sofort bis zu fünf eigene Ritter platziert. In bester  Raubritter-Manier verlassen diese Ritter nun die Burg. Dies geschieht, in dem der gesamte Ritterstapel gerade und ohne abzubiegen in eine Richtung gezogen wird. Dabei müssen auf den überquerten Geländeplättchen, je nach Geländetyp, unterschiedlich viele Ritter zurückbleiben. Auf einer Ebene bleibt mindestens ein Ritter, im Wald wenigstens 2 Ritter und im Gebirge sogar mindestens 3 Ritter stehen. Sollten die Ritter dabei auf Ritter anderer Spieler treffen, so werden die Neuankömmlinge immer obenauf gesetzt. Einmal ins Spiel gebrachte Ritter dürfen nur in diesem Spielzug bewegt werden, danach nicht mehr.

Je nach Spieleranzahl ist die Fläche, in der Geländeplättchen ausgelegt werden dürfen, begrenzt. Bei zwei Spielern ist die Fläche maximal 7 x 7 Felder groß. Bei drei Spielern 9 x 9 (hier gibt die Anleitung fälschlicherweise 8 x 8 Felder an) und bei vier Spielern 10 x 10 Felder. Wenn alle Geländeplättchen gelegt wurden, kommt es zur Wertung. Wurden Burgen, Dörfer oder Städte mit Rittern besetzt, gibt es Punkte. Natürlich erhält nur der Spieler Siegpunkte, dessen Ritterstein oben auf einem Gebäude liegt. Eine Burg bringt einen Siegpunkt, ein Dorf zwei und die Stadt ganze drei Siegpunkte. Derjenige, der die meisten Siegpunkte für sich verbuchen konnte, ist dann Sieger des Spiels.

Raubritter ist ein taktisches Legespiel, das in einer kompakten Spielverpackung, mit einer Menge Material daherkommt. Die ganze Spieltiefe zeigt sich erst nach mehreren Partien, wenn u.a. klarer ist, wie die Gebietsplättchen im Stapel verteilt sind und die begrenzte Spielfeldgröße zum eigenen Vorteil genutzt werden kann. Äußerst interessant ist es auch herauszufinden, wann man wie viele Ritter einsetzen sollte. Die einfachen Regeln sorgen für einen schnellen Einstieg. Raubritter ist ein Spiel mit großem Wiederspielwert und vor allem für Taktiker bestens geeignet.
[Marcus Ranz]

Raubritter
Autor: Rüdiger Dorn Alter: ab 8 Jahren
Verlag: Queen Games Dauer: ca. 30 - 45 Minuten
Spieler: 2 - 4 Spieler Preis: ca. 15 EUR

 

Wertung
Ausstattung:

Gesamturteil

Anleitung:

1 = schlecht; 10 = sehr gut

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